Ihr persönlicher Ausrüster! 36 | Brandbekämpfung Erfahrungen bei der Waldbrandbekämpfung Vom 6.8.2006 bis zum 20.8.2006 fuhren 21 Angehörige des Waldbrand- zuges der Feuerwehrbereitschaft Osnabrück und 11 Mitglieder des Vereines @fire (www.at-fire.de) nach Vila Real in Portugal, um dort die Kameraden der örtlichen Feuerwehren zu unterstützen, ein Waldbrandtraining zu absolvieren und somit für zukünftige Anforderungen vorbereitet zu sein.
Die Löschmannschaft als Einsatzmittel Die Löschmannschaft wird als taktisches Einsatzmittel in Deutsch- land und Europa überwiegend als unterstützende Einheit für Löschan- griffe mittels Tanklöschfahrzeugen oder zum Einsatz von handgeführten Schlauchleitungen eingesetzt.
Ein autarker, selbstständiger Einsatz einer Mannschaft ohne Fahrzeug ist in Deutschland und in Europa die Ausnahme.Nach Kenntnis des Verfassers gibt es diese Variante derzeit nur vereinzelt in Skandinavien, Portugal und Spanien, sowie bei @fire.
Die besonderen Vorteile einer autarken Löschmannschaft, im weiteren Handcrew genannt, liegen in der hohen Mobilität und der weitgehenden Unabhängigkeit von Ressourcen, Witterung und Tageszeit.
Im Gegensatz dazu sind Löschfahrzeuge an ein ausreichendes Wegenetz und Löschwasser gebunden: der Einsatz von Löschluftfahrzeugen wird oft durch die Witterung und die Tageszeit begrenzt und natürlich von ihrer Verfügbarkeit bzw.
Eignung.
Der Einsatz von Löschmannschaften wird insbesondere begrenzt durch den Wind.
Bei hohen Windstärken überspringen Waldbrände Wege bzw.
Straßen und Wundstreifen mehrere hundert Meter.
Flugfeuer und Funkenflug erzeugen Brandinseln auch in großen Entfernungen zum eigentlichen Feuersaum.
Die Erfahrungen insbesondere in den USA belegen daher, dass eine gute Waldbrandbekämpfung auf drei Säulen ruht, da sich diese Komponenten gegenseitig optimal ergänzen: Einsatzoptionen Die grundlegende Einsatzoption ist die der unterstützenden Löschmann- schaft.
Hier wird ein Löschangriff mittels Schlauchleitungen durch den Einsatz einer Löschmannschaft unterstützt.
Dabei wird der Feuersaum mit einer dünnen flexiblen Schlauchleitung möglichst schnell abgegangen.
Beim ersten Durchgang werden „Hotspots“ abgelöscht, d.h.
brennende Vegetation, die mit Handwerkzeugen nicht oder nur sehr schwierig zu bekämpfen sind.
Beim zweiten Durchgang wird ein 2–3 Meter breiter Streifen hinter dem Feuersaum abgelöscht.
Ergänzt wird die Vornahme der Schlauchleitung durch Einsatz von Feuerpatschen, Schaufeln, Hacken und durch Wasserrucksäcke zur Bekämpfung von Brandinseln.
Diese Einsatzoption von @fire wurde bei dem Portugaleinsatz 2006 in Kooperation mit den Einsatzkräften der Feuerwehr Osnabrück durchgeführt.
Die Kombination aus Tanklöschfahrzeug, Löschangriff mittels D-Rohren und einer unterstützenden Löschmannschaft mit Feuerpatschen und Wasser- rucksäcken hat sich als äußerst effektiv erwiesen und könnte wegweisend für den Waldbrandschutz auch in Deutschland sein.
Für @fire ist diese Option eher die Ausnahme, da von einem Einsatz ohne Unterstützung durch Löschfahrzeuge ausgegangen wird.
Löschluftfahrzeuge (Flächenflugzeuge & Hubschrauber mit entsprechender Ausrüstung) Löschfahrzeuge (geeignete Fahrzeuge!) Löschmannschaften i