
Ihr persönlicher Ausrüster! 46 | Brandbekämpfung Mobiler Rauchverschluss für die Feuerwehr Überzeugende Einsatzerfahrungen mit einer einfachen Idee Menschen retten über rauchfreie Rettungswege und Brandschäden minimieren sind zwei wesentliche Aufgaben der Feuerwehr im Brandeinsatz.
Motivation für den Einsatz eines mobilen Rauchverschlusses ist daher die Tatsache, dass Einsatzkräfte der Feuerwehr beim Löschangriff häufig Türen öffnen und damit oft erst die Rauchausbreitung im Gebäude ermöglichen.
Besonders kritisch ist dies, wenn dadurch Treppenräume verrauchen und deshalb sogar Menschen in Gefahr gebracht werden.
Der Treppenraum eines Gebäudes ist nicht ohne Grund der von der Feuerwehr favorisierte Angriffsweg und auch für die Rettung von Personen aus einem Gebäude dem Einsatz tragbarer Leitern vorzuziehen.
Umso unverständlicher ist es daher, dass die Feuerwehren es bisher akzeptiert haben, dass durch ihr eigenes Vorgehen über den Treppenraum und durch das Öffnen von Türen dieser bevorzugte Angriffs- und Rettungsweg verraucht und dadurch für Personen ohne Schutzausrüstung unpassierbar wird.
Das Problem der Rauchausbreitung in einen Treppenraum lässt sich leider auch mit der (Überdruck-)Ventilation nicht zuverlässig beherrschen.
Nur wenn der Lüfter optimal aufgestellt werden kann und alle Fenster und alle anderen Türen im Treppenraum während der gesamten Belüftungs- dauer zuverlässig geschlossen bleiben, kann es sicher funktionieren.
Aber was macht die Feuerwehr wenn dies nicht optimal gelingt, was macht sie in ausgedehnten Gebäuden, in denen keine Überdruckventilation funktioniert? Daraus ergibt sich: Die Feuerwehr braucht ein Gerät um eine Gebäudeöffnung schnell und ausreichend rauchdicht zu verschließen, ohne den Einsatz zu behindern.
Die Feuerwehr muss die Rauchausbreitung einfacher und wirkungsvoller als bisher verhindern, um die Entrauchung von Gebäuden effizienter durchführen zu können.
Dies dient nicht nur der Menschenrettung und der Schadensminimierung im Brandeinsatz sondern letztlich auch, bei einem rauchfreien Rückweg, der Sicherheit der eingesetzten Einsatzkräfte.
Anschaulich kann dies anhand der Grafiken gezeigt werden.
Hier wird die in Brandsimulationsrechnungen ermittelte Rauchausbreitung in einen Treppenraum eines mehrgeschossigen Wohngebäudes bei weitgehend geöffneten Fenstern und Türen mit und ohne die Verwendung eines Hochleistungslüfters dargestellt.
Grafik 1a gibt die Berechnungsergebnisse ohne die Verwendung eines mobilen Rauchverschlusses wieder.
Bei Verwendung eines Lüfters wird bei diesen Randbedingungen der Treppen- raum zwar stärker durchströmt, dennoch tritt auch hier Rauch aus dem oberen Bereich der Türöffnung in den Treppenraum ein.
Strömungstech- nisch sind die Varianten 1a) und 1b) nicht effektiv und auch aufgrund der Verwirbelung im Eingangsbereich sehr ungünstig.
Ohne Rauchverschluss: Rauchausbreitung in den Treppenraum bei einem Wohnungsbrand bei weitgehend geöffneten Fenstern und Türen ohne bzw.
mit Hochleistungslüfter vor der Hauseingangstür.
Durch den Einbau eines mobilen Rauchverschlusses, welcher den oberen Bereich ausreichend rauchdicht verschließt und den unteren Bereich für die Zuführung von Frischluft offen lässt, lassen sich beide Situationen entsprechend der Grafiken 2a/b verbessern.
Wie in diesen Grafiken leicht zu erkennen ist, sind die Strömungen im Gebäude nun sehr viel einfacher nachzuvollziehen.
Der Treppenraum bleibt rauchfrei bzw.
dieser kann sehr viel schneller entraucht werden.
Da Verwirbelungen im Eingangsbereich weitgehend ausbleiben und die Frischluft bodennah einströmt, wird den Einsatztrupps die Arbeit erleichtert und der unverdünnte Brandrauch kann bei geöffneten Fenstern abströmen.
Mit Rauchverschluss: Rauchausbreitung in den Treppenraum bei einem Wohnungsbrand bei weitgehend geöffneten Fenstern und Türen ohne bzw.
mit Hochleistungslüfter vor der Hauseingangstür.
Bei Bedarf kann im Extremfall durch eine Kombination von zwei Rauchver- schlüssen, wie im Bild dargestellt, der Rauchdurchgang weiter minimiert werden.
Grafik 1a Grafik 1b Grafik 2a Grafik 2b Mobiler Rauchverschluss Zur Menschenrettung und zur Brandbe- kämpfung müssen Einsatzkräfte der Feuerwehr in Gebäude eindringen.
Hierzu müssen sie Türen öffnen und ermöglichen damit häufig erst die Ausbreitung von Brandrauch.
Besonders kritisch ist dies, wenn dadurch Rauch in den Treppenraum eindringt und infolgedessen Rettungs- wege verrauchen und weitere Menschen in Gefahr gebracht werden.
RH 212, 2.
Auflage, 112 Seiten FL-01130 10,00 € i