
Ihr persönlicher Ausrüster! Einsatz als autarke Löschmannschaft Löschmannschaften als autarkes Einsatzmittel sind scheinbar angesichts der Dimension katastrophaler Waldbrände hilflos und ineffektiv.
Man muss aber zur Kenntnis nehmen, dass dieses Einsatzmittel in vielen von Waldbränden schwer betroffenen Regionen dieser Welt die Hauptlast der Brandbekämpfung trägt – erfolgreich! Der Vorteil dieser Einsatzoption liegt in der hohen Mobilität und der Unabhängigkeit von weiteren Ressourcen.
Autark eingesetzte Löschmannschaften schlagen an taktisch besonders geeignete – oder nur zu Fuß erreichbaren – Stellen Schneisen, nutzen Feuer als Einsatzmittel zur Sicherung dieser Schneisen und überwachen große Bereiche hinsichtlich möglicher Brandinseln.
2006 konnten die 11 Einsatzkräfte von @fire die Front eines ca.
10 ha großen nächtlichen Waldbrandes ohne Unterstützung durch Löschfahrzeuge oder Löschwasser- abwürfe in extrem steilem und felsigem Gelände stoppen und sichern.
Auch bei den anderen Waldbränden wurde die Einsatzoption „Autarke Lösch- mannschaft“ gezielt von der portugiesischen Einsatzleitung angefordert und eingesetzt.
Luftverlastbare Löschmannschaft „HeliTac-Crew“ Für die Bekämpfung von Entstehungsbränden in entlegenen Gebieten hat sich die Kombination aus luftverlastbarer Löschmannschaft und Hubschrauber mit Löschwasser-Abwurfeinrichtung bewährt.
Die Löschmannschaft erkundet, weist die folgenden Löschwasserabwürfe ein und bekämpft niedrigflammige Abschnitte des Feuersaumes, während der Hubschrauber „Hotspots“ mit Löschwasserabwürfen bekämpft.
In Kooperation mit dem Sachgebiet „Air Operations“ der Werkfeuerwehr EADS-IABG in München stellt @fire eine solche Variante für potentielle Auftraggeber zur Verfügung.
Einsatztaktische Grundlagen für Löschmannschaften zum autarken Einsatz „Handcrews“ Da es sich bei der Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden im Regelfall um einen Einsatz zum Schutz von Sachwerten handelt, ist der Sicherheit der Einsatzkräfte die höchste Priorität bei der Einsatzplanung einzuräumen, d.h.
bei allen Maßnahmen muss die Gefährdung der Einsatzkräfte äußerst gering gehalten werden.
Dazu gehört insbesondere, dass die in den USA als LCES bezeichnete Regel auch strikt eingehalten werden muss: 1.
Beobachtungsposten stellen (Lookout) An jedem Einsatzabschnitt sollte ein unabhängiger Beobachter stehen, der bei plötzlichen Wetteränderungen (Wind) oder Brandinseln das eingesetzte Personal warnt.
Um bei einer Lageänderung auch unter schwierigen Verhältnissen eine schnelle Räumung des gefährdeten Bereichs durchführen zu können, sollte ein eindeutiges Rückzugssignal vereinbart werden.
(Druckluftfanfare sinnvoll?) 2.
Kommunikation sicherstellen (Communicatons) Eine Verbindung zur Einsatzleitung, innerhalb der Einheit und zu benach- barten Kräften ist bei Wald- und Flächenbränden äußerst wichtig.
Besteht sie nicht, ist die Gefahr groß, von plötzlichen Lageveränderungen überrascht zu werden oder wichtige taktische Entscheidungen zu verpassen.
3.
Rettungsweg sicherstellen (Escape Route) Jeder Einsatzabschnitt muss über einen vorher ausgesuchten Rettungsweg verfügen.
Dieser Rettungsweg muss allen Einsatzkräften bekannt sein, sollte möglichst brandlastarm sein und zu einer Sicherheitszone führen.
4.
Sicherheitszone (Safety Zone) Eine Sicherheitszone ist ein Bereich, in dem die Einsatzkräfte ohne weitere Schutzmaßnahmen vor einem Feuer in Sicherheit sind und ein Feuersaum die Einsatzkräfte nicht gefährdet.
Dies kann eine Straße, ein felsiges Gebiet oder ein Gewässer sein.
Notfalls muss dieser durch Entfernen von Vegetation geschaffen werden Für die „Bekämpfung“ von Vegetationsbränden durch autarke Löschmann- schaften gilt der Grundsatz, dass Brände nicht gelöscht, sondern einge- grenzt („contained“) werden.
Die direkte Brandbekämpfung („Hotlining“) mit den begrenzten Möglichkeiten einer Löschmannschaft ist eher die Ausnahme und von Vegetation und Brandverhalten abhängig.
Taktik der autarken Löschmannschaft ist es, natürliche Schneisen zu nutzen und/oder Wundstreifen unter besonderer Berücksichtung der Waldbrand- prognose, der Vegetation und der Topografie anzulegen und somit den Brand einzugrenzen.
Dazu gehört auch, besondere Gefahrenstellen (Hangstraßen, Steilhänge, zulaufende Talkessel etc.) zu erkennen und zu vermeiden.
Diese Wundstreifen sollen ca.
die doppelte Breite der vorhandenen Vegetation ausweisen.
Die Löschmannschaft arbeitet dazu hintereinander in einer vorbestimmten Reihenfolge der Werkzeuge (Tool order).
Die Tool order wird wiederum durch die Vegetation und den Boden bestimmt, in der Regel sind Schneidwerkzeuge (Motorsägen, Brush Hooks) vorne, gefolgt von Hacken (Platthacken, Pulaskis), Rechen (McLeod) und Spaten in verschie- dener Zusammenstellung.
Sofern es die Bedingungen zulassen, wird die, dem Brand zugewandte Seite, des Wundstreifens, in Brand gesetzt, um so die Schneise zu verbreiten und zu sichern (Vorfeuer „Burnout“).
Zusätzlich kann die Vegetation zwischen Feuersaum und Vorfeuer in Brand gesetzt werden, um dem Feuersaum den Brennstoff zu entziehen (Gegenfeuer - „Backfire“).
Der Burnout ist die häufigere Methode, da es sich hier um räumlich eng begrenzte Bereiche handelt und das Backfire erhebliche taktische Planungen bedingt, die einen wesentlichen Zeitfaktor darstellen.
Sobald der Feuersaum den Wundstreifen erreicht hat, sichern Trupps mit Wasserrucksack/Schaufel die Schneise und überwachen das Hinterland auf Brandinseln.